Buchtipp: „Die Glückshypothese" – oder: Warum du dir selbst nicht zuhörst
Jonathan Haidts Die Glückshypothese von 2006 ist sicher kein Geheimtipp mehr, aber immer noch aktuell und sehr interessant. Haidt bringt es schon im 2. von 10 Kapiteln auf den Punkt: Du bist nicht eine Person – du bist zwei. Ein kluger Reiter, der weiß, wo's langgeht. Und ein riesiger Elefant, dem das herzlich egal ist.
Der Reiter plant den Salat zum Mittag. Der Elefant bestellt Pizza. Der Reiter nimmt sich vor, früher ins Bett zu gehen. Der Elefant scrollt bis Mitternacht durch Instagram. Du kennst das.
Nur weil der Reiter etwas versteht, heisst das noch lange nicht, das der Elefant auf Dauer mitmacht. Haidt erklärt, warum Willenskraft allein scheitert – und was wirklich hilft. Nicht den Elefanten zwingen, sondern ihn überzeugen. Und deswegen ist es auch so relevant für Coaching und Veränderungsprozesse.
Fazit: Pflichtlektüre für alle, die sich fragen, warum sie immer wieder dasselbe vorhaben und nie dasselbe tun. Kurz, klug, und man erkennt sich auf jeder Seite wieder. Leseempfehlung ohne Wenn und Aber – der Elefant in mir ist begeistert.